Herzlich willkommen

  • Seminare und Ausbildungen für Radio - und Bühnenmoderatoren/innen
  • Seminare und Module für Seminaranbieter und Veranstalter
  • Vermittlung von Trainer/innen für Seminaranbieter und Veranstalter
  • Einzelcoaching in fast allen Bundesländern in Österreich und Deutschland

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sprecherschule.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Barrierefreier Text:

(Keywords: Rhetorik Seminare, Rhetorik Kurse Wien, Köln, Frankfurt, Graz, Steiermark, München, Berlin, Rhetorikkurse unD Rhetoriksemionare Steiermark, Wien, München, Bayern, Hessen, Nordrhein Westfalen)

www.sprecher-akademie.de www.eventklang.at www.telefon-schleife.at www.panorama.st www.my-sedcard.at www.mein-panorama.at

Ihr Auftritt (auf wirtschaftlichen Bühnen) (Modul 4)

Fr.18. - So. 20. November 2011 in Wien
(Blockkurs für Teilnehmer aus Österreich / Deutschland / Schweiz)

Sprechen bei allen Anlässen wie ein Profi. Selbstsicherheit und viel Erfahrung auch für totale Anfänger. Ihr Auftritt: In 3 Tagen trainieren Sie in kleiner Gruppe, um individuelle Stärken und Schwächen aus – oder abzubauen.

Eine Sprecherausbildung die genau auf Ihren Bedarf abgestimmt ist. Immer wieder kommen Sie in die Situation, das Publikum durch das Programm zu führen. Begrüßung der Ehrengäste, - das Bitten auf die Bühne eines Gastes zum Interview, - wie wird der Gast von der Bühne begleitet, der richtige Umgang bei Störfällen, - die korrekte Vorbereitung auf den Auftritt und vieles mehr erfahren Sie in einem durchdachten Intensivkurs
Freundliche sympathische Atmosphäre in Gruppen von 6 – max 12 Personen
Für totale Anfänger und Fortgeschrittene konzipiert

Trainingszeiten

(Richtet sich nach Teilnehmerbedarf: Nächtigung / Heimfahrt)

Fr. 18. Nov

10 00 - 17 30 Uhr

1 Stunde Mittagspause

Sa. 19. Nov

10 00 - 17 30 Uhr

1 Stunde Mittagspause

So. 20. Nov

09 00 - 13 00 Uhr

keine Mittagspause

Insgesamt 17 Stunden Training (netto ohne Pausen)

Kursort:
Seminarraum bei KRONEHIT, Daumegasse1, 1100 Wien
>> siehe Wegbeschreibung<<

Kurskosten:
3 Tage Intensivkurs: EURO: 380.- (inkl Mwst)
Nächtigung Frühstück: Preis auf Anfrage
Modul 4 Wien
Sprecher Ausbildung Wien

Zielgruppe:

Sowohl für Menschen, die den Beruf des TV- und Bühnenmoderators ausüben wollen, als auch für jene, die für ihren Beruf ihre Stimme und ihren Ausdruck als wichtigstes Instrument für ihre berufliche Karriere sehen, ist diese Basis-Ausbildung gedacht. (Berufe wie: Trainer/innen, Lehrer/innen, Fremden- und Reiseführer/innen, Politiker/innen, mittleres und oberes Management, Personalvertreter/innen usw.)

Die Ausbildungsthemen von Modul 04:

Das Erscheinen - Aufmerksamkeit schaffen
Die optimale Positionierung zum Publikum
Umgang mit Technik und Hilfsmitteln wie Mikrofon und Modkarten
Der phonetische Aufbau eines Auftrittes (anlassbezogen)
Die Vorbereitung der Moderation
Achtung Falle - der Umgang mit Störfällen
Präsentation der Gäste und Moderationspartner
Die Abmoderation der Gäste
Gewinnspiele
Die Ethik der Moderation
Mimik und Gestik in TV
Viel Spaß und Selbsterfahrung m sanktionsfreiem "Sandspielkasten"
Ein geräumiger sonniger Seminarraum: Hier fühlt man sich wohl
Unser Kursprogramm ist speziell für die individuellen Anforderungen der Teilnehmer geschaffen

Online Anmeldung (Freie Kursplätze werden noch geprüft)

>> Online Anmeldung<<

Sonstiges:

Voraussetzungen:
Keine, außer Freude an Kommunikation. Teamfähigkeit mit allen Altersschichten.
Es gibt keine Altersbeschränkungen.

Besonders:
Kurze Mittagspause, - Die Teilnehmer stimmen dies in der Gruppe ab, und - oder versorgen sich selbst im nahegelgenen Supermarkt. Getränke nicht vergessen: (Es gibt zwar eine Bar im Hotel, ein Kurscatering ist jedoch nicht inkludiert)

Kursunterlagen:
Aus Kostengründen werden keine Kursunterlagen ausgegeben. Diese stehen den Kursteilnehmern mit einem Passwort zum download zur Verfügung.

Noch mehr Fragen - hier: FAQs - Antworten - oder Tel: 0043 3136 81636

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Radio Sommer Akademie 2011

Termin: So. 10. Juli - Fr. 22. Juli 2011

Die Radio Sommer Akademie ist die kompakte und intensive Kurzform mit den Inhalten von Modul 01 / Modul 02 / Modul 03 und Modul 06 und mit jeder Menge Praxis in unserem Schulungssender NJOY Radio 88,2 in Deutschlandsberg. (Im Sommer - na klar :))

Wer die Abendkurse in Köln, München, Graz, oder Wien nicht besuchen kann, - wer eine kompakte Kursform in 12 Tagen vorzieht, -oder einfach Österreich kennen lernen möchte, - sollte sich dieses Angebot einmal näher ansehen.
Ausbildung in der Westseiermark
Gewissenhafte Vorbereitung mit Trainingsmethoden am neuesten Stand

Neben Stimmtraining, Phonetik, Interviewtechnik, Sprechtechnik, lernst Du spielend selbst Nachrichten und Berichte zu schreiben, zu sprechen und audiotechnisch zu produzieren, um so den Job des Radiomoderators zu erlernen.

Auch wenn wir auf diesen Seiten in der "Du" Form schreiben: Die Radio Sommer Akademie (RSA) ist kein Kindergarten oder Teeniecamp. Auch Erwachsene bis 50 besuchen die Summer Akademie und sind vom Inhalt und der Sinnhaftigkeit des Seminars überzeugt. (Für Statistikfreunde: Im Schnitt sind unsere Teilnehmer ca 22 bis 50 Jahre)

Module (Kursinhalte) der Radio Sommer Akademie:
Sprechtechnik (Modul 1) * optional
Phonetik (Modul 2)
Audioschnitttechnik (Modul 3)
Beitragsgestaltung (Modul 6)
Schnitttechnik: (Modul 3) Ausbildung zum Tontechniker für den Bedarf des Radiomoderators und Journalisten
Die Sprecher Schule für alle Altergruppen. Vorbildung nicht notwendig. Hier lernst Du alles, - von Beginn an

Ganz egal ob Du diesen Beruf einmal ausüben möchtest oder nicht, - wer in den Genuss einer fundierten Sprechausbildung kommt, hat auch in anderen Berufssparten garantiert die Nase vorn.

Diese Ausbildung ist kein "Trockenschwimmkurs": Schon nach der ersten Woche hören Dich mehr als 60. 000 Menschen in der Süd- Weststeiermark live. (Bei NJOY Radio unserem Schulungsradio) (keine Sorge - kein Zwang - ansonsten mit Deinen vorbereiteten Beiträgen)

Du hast die Wahl zwischen Nächtigung / Frühstück in 2 Bettzimmern des Jugend & Familiengästehauses Deutschlandsberg (JUFA). (Dusche- und WC selbstverständlich im Zimmer), oder einem Einzelbettzimmer im JUFA sowie auf Wunsch in einem Gasthof oder einem Hotel (gegen Aufpreis). Das JFGH ist eine Wucht, da lohnt sich die Bestellung eines Gasthofes nur dann, wenn Du wirklich alleine sein möchtest.
Gästezimmer
JUFA Deutschlandsberg

Anmeldung:

>> Online Anmeldung<<
Hörbücher sprechen lernen
Besser sprechen: Radiobeiträge erstellen, sprechen und auf Sendung bringen

Kursort:
A-8530 Deutschlandsberg (Austria)
( siehe Anreiseweg zum JUFA Deutschlandsberg )

* Für Personen unter 18 Jahren werden mit den Eltern spezielle Vereinbarungen getroffen. Unter diesen Voraussetzungen ist eine Teilnahme für jüngere Menschen durchaus möglich.

Preise: Teilzahlung möglich, diese wird am ersten Kurstag besprochen

 


Die Moderationsausbildung für Radiosprecher sowie Rundfunksprecher aber auch in Fernsehen und Tv sowie auf der Bühne findet jetzt auch in diversen Bundesländern in Österreich sowie in Deutschland statt, Die Sprecherschule für Graz und Graz Umgebung besteht aus mehreren Modulen wobei der Bereich Sprechtechnik von Erich Weissl abgehalten wird. Phonetik - alles um Ihre Stimme von Ing. Dolf Maurer in Lannach - Gallerweg 16, Die Sprecherschule in der Steiermark unter Verwendung modernster Studio Hilfsmittel. Sprechen und Üben im Sprechlabor im Studio bzw. auf der modernen Bühne in Lannach. Dort in der Steinhalle - so nennt sich der Veranstaltungsraum der für die Radiohighschool als Seminarraum mit riesiger Bühne genutzt wird, Sprecherschule für Kursteilnehmer Wien und Niederösterreich finden im Haus von KroneHit in der Daumegasse 1 statt, Dort unterrichten Sie Radiosprecher mit jahrelanger Berufserfahrung wie etwa Anna Michalski, Tibor Papai (Papay) sowie Harald Jokesch Gilbert Stadlbauer Doris Dissauer sowie Mag. Dr. Michaela Marterer , Sprecherschule und Ausbildungen in Salzburg und Salzburg Land sind ab Frühjahr 2008 geplant. Noch ist nicht sicher ob diese Kurse tatsächlich stattfinden - es wird sich erst herausstellen ob 6 Teilnehmer pro Bundesland sich zum Kurs anmelden, Sprecherschule oder Schule für Sprecher in Klagenfurt - Kärnten werden von Dieter Mahdjobian geleitet und betreut, Die Sprecherschule in Linz bzw Oberösterreich wird an 10 Abenden in einem Nebenzimmer eines Gasthauses abgehalten, Wenn Sie Moderatoren Ausbildung suchen sind Sie bei uns richtig. Ihr Vorteil: Die Radio Highschool ist ein Nonprofitverein so dass Kosten für den Overhead wegfallen, Die Moderatoren-ausbildung wird deshalb wesentlich günstiger - das bedeutet für Sie: Für Sprechtechnik oft fälschlicherweise auch Sprachtechnik genannt zahlen Sie nur erfahrene Coach und Trainer und füttern keinen Overhead , Ausbildung Kurse und Seminare für Moderation und Moderatoren für Radio Bühne und Beruf dauert im Schnitt zwischen 2 und 4 Monate, Berufsausbildung Radiosprecher oder Radiomoderator in Abenkursen und Wochenendveranstaltungen sowie eine 12 tägige Blockveranstaltung im Sommer werden angeboten, Die Ausbildung Sprechen im Sommer 2008 ist für Personen oder Berufsgruppen gedacht, die zu den Abendkursen in den Bundesländern Salzburg, Wien, Niederösterreich Steiermark oder Kärnten nicht teilnehmen können, Deshalb ist die Sommerausbildung für Moderatoren und Moderatorinnen eine ideale Form um eine vollständige Berufsausbildung im Intensiv Blockkurs von 12 Tagen zu erlangen - Moderatorinnen: An dieser Stelle möchten wir noch einmal festhalten das wir unsere Texte der Einfachheit nicht gegendert haben, Durch den Besuch von zahlreichen Moderatorenschülern in der Vergangenheit verfügt die Sprecherschule über ein großes Moderatorenpool, Diese Moderatoren Ausbildung versteht sich für Anfängerinnen für Anfänger und Fortgeschrittene, Im Einzelunterricht für Sprechtechnik oder auch Einzelcoaching erlernen Sie schnell und ohne Voraussetzungen das Handwerk des Radiomoderators. Sprechtechnik wird oft fälschlicherweise auch Sprachtechnik genannt - das macht natürlich nichts, fairerweise sollte aber angemerkt werden, dass wir uns mehr mit "Sprechen" als mit Sprache (gemeint sind Fremdsprachen) beschäftigen, Coaching für Sprecher Sprecherinnen und Moderatoren Moderatorinnen in Abendkursen oder aber auch in Blockseminaren sowie im Sommer in Kursen abgehalten in denen Sie eine Ausbildung zum Bühnenmoderator oder Radiosprecher in nur 12 Tagen erhalten, Ausbildung und Kurse für erfolgreiches Sprechen und für Ihre Stimme: So ist das Ergebnis schon nach kurzer Zeit deutlich zu hören , Sprechtechnik, Sprecher Ausbildung, oder Moderatoren Ausbildung in Österreich und in Deutschland, in Köln BRD, Bundesrepublik Deutschland, Wie kann ich Moderator werden, Sprechtechnik; Ausbildung zum Radiomoderator, sprecherschule, Sprechschule für den Schauspieler und Redener, Der Redner lernt wie man seine Rede vorbereitet und ohne Nervosität auf jeder Bühne und jedem Auditorium abhält, Die Rede und deren Gesetze für den Aufbau und Strukturierung muss man einmal kennenlernen,
Bereits nach einigen Stunden wird sich Ihr Sprachniveau deutlich heben. Sie werden im Alltag klarer sprechen und besser verstanden. Uns ist aber die Natürlichkeit Ihrer Sprache besonders wichtig. Aus diesem Grund wird vor Beginn des Trainings auch ein Sprachmuster-Profil und eine Stimm- bzw. Bedarfsanalyse erstellt.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Formen der Sprache, nämlich die gebundene
Ausbildung zum Radio Moderator, Radio-Moderator Ausbildung, Moderatoren Schule, Moderatoren-Ausbildung, Moderatoren Ausbildung, Seminare und Kurse. innerhalb von 2 Monaten können Sie ein guter Moderator werden, Die Moderatoren Ausbildung ist für Berufsgruppen wie etwa Politiker Lehrer Vorstände Vereinsobmänner sowie für alle die oft in der Öffentlichkeit etwas zu sagen haben, Die Schule für Moderatorinnen und Modeatoren ist nach den Erfahrungen die wir seit mehr als 15 Jahren gesammelt haben ausgerichtet, Die Intensivkurse für Sprechtechnik sind jetzt auch in Deutschland, in Köln und Umgebung, sowie 2009 ist diese Ausbildung in München und in Berlin geplant.
Werden Sie ein Rundfunk Moderator: Sicherlich haben Sie sich schon einmal mit diesem Gedanken gespielt, Radio Moderator werden ist nicht schwer - denn nur einige Wochen Übung son notwendig und Sie sehen das Modaration kein Mythos ist, Die 12 Tage Ausbildungen mit Sprechtechnik und Phonetik findet im Sommer in Deutschlandsberg statt, Sprechen Sie mit uns - wir gestalten Ihnen einen individuellen Ausbildungsfahrplan ganz nach Ihren Vorstellungen und Wünschen, Unserem Moderatoren Training unterliegt einem klaren Kurriculum welches auf der Basis erfahrener Pädagogen erstellt wurde, Die Moderatorenausbildung im Studio Lannach oder besser gesagt der Radio Highschool unterscheidet sich von anderen Kursen durch den Unterricht von Phonetik oder Prosodie, Unsere Moderatorausbildung ist durch die straffe Gestaltung der Organisation auch wesentlich günstiger, Wenn Sie Moderator_Ausbildung suchen sollten Sie sich für eine professionelle Form entscheiden, Unsere Moderatoren-Ausbildung findet in angenehmer Atmosphäre statt. Eine Schule für die Stimme Sprache (= Mediensprache) und die Bühnensprache: Beide habn ihren Ursprung in der geregelten Hochsprache (nach THEODOR SIEBS).

Die Bühnensprache gilt als die exaktere Ausdrucksform. Da Schauspieler auf der Bühne Räume füllen müssen, wo man ein Flüstern noch im letzten Rang hören sollte, müssen sie gewisse Endungen und Aspirationen noch stärker aussprechen.

Die Mediensprache hingegen sollte dem Sprecher, Journalisten, ... die Möglichkeit geben, in guter und gebundener Form mit seinem Auditorium zu kommunizieren. Sie verzichtet daher auf so manche Manierismen der Schauspielerwelt.


schönere Stimme, Phonetik, Übungen, Wien Steiermark, Niederösterreich, www.njoyradio.at, www. sommer sprechkurs, kurse am Abend,
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Sprechtechnik; Radio Highschool steht für solide Ausbildungen im Bereich Sprechtechnik und alles um die Stimme,
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unsere Partner: rent-a-history, rentahistory, youth-media.at, youth-media.net, sprechen wir übers sprechen,
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Die Lösung heißt: Sprechtechnik; Sprechtechnik;

 

Im Sprechtechnik-Unterricht lernen Sie die Grundregeln der Aussprache.

Einleitung – die Massenware Wort

„Der Buchdruck hat das geschriebene Wort zur Massenware gemacht, das Radio auch noch das gesprochene.“ Mit diesem Gedanken wird das Thema dieser Arbeit eingeleitet. Es gibt kaum Orte, wo sich Menschen der westlichen Gesellschaft bewegen, wo es nicht vorhanden und eingeschaltet ist: das Radio. Das was auf den ersten Blick ein Gerät bezeichnet, dass sich auf Nachkästchen im Schlafzimmer, in Regalen, in Fahrzeugen, auf Autobahnraststationen finden lässt, ist ein Begriff der für den gesamten Entstehungsprozess von Lautproduktion. ‚Radio‘ steht für den Prozess seines Produkts: Töne.

Zwei Elemente des menschlichen Daseins stehen im Mittelpunkt des Hörfunks: Musik und das gesprochene Wort. Letzteres soll diese Arbeit erläutern. Das Augenmerk konzentriert sich auf eine bestimmte Gruppe der Wortproduzenten im Radio, die Moderatoren.

Dieses Manuskript befasst sich mit dem Werkzeug und dem Arbeitsplatz des Moderators: Die Sprache und das Radio (nicht das Gerät, das auf einem Kästchen plaziert ist). Den thematischen Abschluss bildet, gemäß des Titels dieser Arbeit, ein kurzer historischer Abriss aus den vergangenen dreißig Jahren.

Dem Anspruch an Vollständigkeit kann diese Arbeit niemals genüge tragen. Zu umfangreich ist das Thema, zu komplex das nötige Vorwissen. Dennoch ist dieses Werk nach bestem Wissen und Gewissen, und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln (Literatur, Internet, Gespräche und eigene Interpretationen) ausgeführt. Zweck dieser Arbeit ist der Abschluss des 14. Medienkundlichen Lehrganges an der Karl Franzens Universität Graz.

Sprache

Die Sprache ist ein Ausdrucksmittel des Menschen, mit der er einerseits die Welt beschreibt und andererseits mit anderen Lebewesen kommuniziert. „Unsere Muttersprache sei … ein >> Abkommen << darüber , wie die Umwelt begrifflich zerlegt werden soll …“

Wie viele Arten es gibt, sich sprachlich auszudrücken, soll folgendes Beispiel erläutern:

Der Ausruf „Stopp“ fordert eine Person auf, eine Sache nicht weiterzuführen. Das gleiche soll die vom Körper gestreckte, und auf eine Sache gerichtete, Handfläche bewirken, genauso wie das Verkehrsschild „Stop“. Voraussetzung ist allerdings, dass diejenigen, die an dieser Aktion beteiligt sind, die Zeichen auch verstehen. Wer des Deutschen nicht mächtig ist, wird das Wort „Stopp“ kaum verstehen und genauso wenig versteht derjenige das Handzeichen der in einer Kultur lebt, in denen dieses Zeichen unbekannt ist oder etwas anderes bedeutet. Auch das Stoppschild wird in Gegenden in denen die Menschen mit dem Straßenverkehr nichts zu tun haben unbeachtet bleiben.

Trotz der Vielfalt menschlicher Ausdrucksweise, existieren nur zwei physikalische Wege um sich sprachlich mitzuteilen . Zum einen gibt es graphische (visuelle) Mittel, das sind etwa Bilder und Zeichen wie eben das Stoppschild auf dem die Anweisung geschrieben ist oder das Handzeichen. Das andere Mittel, mit dem sich der Mensch auszudrücken vermag, ist das verbale (akustische) – das was wir allgemein unter sprechen verstehen. Verbaler Ausdruck besteht aus Zeichen, die „… bestimmten physikalischen Gesetzmäßigkeiten folgen …“ und „… aneinandergekettet werden können und als solche von Menschen benutzt werden, um Äußerungen zu machen; daß zum Verstehen solcher Äußerungen bestimmten Regeln gefolgt wird, die sich von universalen logischen Kategorien herleiten lassen usw.“ – physikalisch deshalb weil sehen, hören und sprechen durch physikalische Vorgänge sind.

Sprache ist abstrakt; eben nur eine Aneinanderreihung von Zeichen und Lauten zu Wörter und Texte. Warum sie trotzdem verstanden werden, hängt damit zusammen, dass gewisse Vorstellungen mit den Laut- und Zeichenketten verbunden sind – diese Ketten werden zu Begriffen.

Alle Menschen der Erde besitzen die gleichen Voraussetzungen zur Sprachproduktion. Uns allen sind die selben Spechwerkzeuge geben. Und dennoch entwickelten sich andere Sprachen und Sprachformen. Denn durch „… räumliche Trennung und Isolation, Verschiedenheit der materiellen Bedingungen …“ haben sich mit den unterschiedlichen Kulturen auch unterschiedliche Lautsysteme entwickelt.

Kommunikation

Ein Begriff, der allgemein mit Sprache gleichgesetzt wird ist Kommunikation. Kommunikation ist menschliches Verhalten, ein Akt des Handelns, also der Sprechakt. Der Begriff leitet sich ab vom lateinischen communicatio , das für Mitteilung, Verkehr, Verbindung und Übertragung stand.

Im Grunde genommen handelt es sich bei der Kommunikation um Abkommen innerhalb eines Sprachraums festzulegen, welche Bedeutung bestimmte Lautkombinationen haben, d.h. welche Lautkombinationen an welche Begriffe geknüpft sind (semantische Bedeutung) und wie diese Lautkombinationen untereinander in Verbindung stehen (syntaktische Regeln). Diese Gesetzmäßigkeit wurde von Wittgenstein erkannt und in seinen „Philosophischen Untersuchungen“ „Sprachspiel“ genannt. Die Bedeutung von Wörtern und Sätzen ist erst dann klar, wenn man ihre Gebrauchsregeln kennt. Erst wenn man sie in verschiedenen Situationen angewandt hat, kennt man ihre Bedeutung (nach Burger/Imhasly 1978, 17). Daraus ergibt sich, dass sich der Sinn eines Sprechaktes erst durch die Situation des Sprechens konstruiert.

Burger/Imhasly definieren durch die folgenden Kriterien einen minimalen Begriff von Kommunikation :

•  Das Verhalten des „Senders“ muss intentional (auf ein Ziel gerichtet) sein.

•  Das Verhalten muss an einen bestimmten Partner („Adressat“) gerichtet sein.

•  Das Verhalten muss vom Adressaten wahrgenommen und interpretiert werden.

•  Das Verhalten muss symbolisch (beschreibend) sein.

… und fügen noch hinzu, dass es zwei Formen von Kommunikation gibt:

•  Direkte Kommunikation

•  Indirekte Kommunikation

Direkt kommuniziert wird, wenn die Gesprächspartner sich zur selben Zeit am selben Ort befinden und gleichzeitig interagieren können. Der Partner ist greifbar. Von indirekter Kommunikation spricht man hingegen wenn „…zwischen die Verhaltensäußerung und ihre Wahrnehmung eine vermittelte Instanz tritt“ ( Burger/Imhasly 1978, 23). Letzteres ist in Massenmedien der Fall.

Kommunikation setzt voraus, dass sich „Sender“ und „Adressat“ verstehen. Nach Geissner „… dient mündliche Kommunikation dem Vollzug gemeinsamer Sinnstiftung, deren Ziel das Verstehen ist.“ Für eine erfolgreiche Kommunikation müssen die beiden Kommunikatoren aus der selben Erfahrungswelt schöpfen. Ein gemeinsamer Erfahrungsschatz setzt aber nicht voraus, dass die Absicht eines Sprachproduzierenden vom Hörer gleich verstanden wird.

Lexikalisch-grammatische Bedeutung (eines Textes, ob gelesen, gesprochen, gehört oder gesehen) und der Interpretation derselben unterscheiden sich. So muss zwischen der Intention eines „Senders“ und der Interpretation eines „Adressaten“ unterscheiden werden. Der Sinn einer Kommunikation wird von den Kommunikationspartnern gemeinsam konstruiert. Hierbei spielen Sprechdenken und Hörverstehen eine große Rolle.

Mit dieser knappen Beschreibung von Kommunikation wird das Feld vorerst einmal abgesteckt. Erklärungen zu diesem Phänomen der menschlichen Interaktion gibt es zuhauf. Vor etwa 25 Jahren listete Klaus Merten etwa 160 wissenschaftliche Definitionen zum Begriff Kommunikation auf.

Hören

Zur zweiten Hälfte der Kommunikation zählt das Hören. Es ist ein physikalischer und psychologischer Prozess, bei dem Schallschwingungen über das Ohr zur Großhirnrinde des Zuhörers vordringt und dort verarbeitet werden, zu dem was der Hörer versteht. Erich Drach beschreibt Hörsituation in seinem Werk „Die redenden Künste“ (1926) als „… die Gesamtheit aller vorausliegenden psychischen Erlebnisse die bis zum Augenblick des Hörens, die irgend mit dem Gehörten in Beziehung stehen können.“

Friedrich Kainz erkannte vier Stufen des Hörens:

Die erste Stufe nenn er den Hörvorgang, die akustische Wahrnehmung. Dabei werden die Schwingungen, die der Sprechende erzeugt in Nervenerregungen zerlegt und an zwei Stellen des Gehirns weitergeleitet. Einerseits an den Hirnstamm, der auf bestimmte Schwingungen in der Stimme des Sprechenden, die nicht zum Lautbild des Wortes gehören achtet und darauf reagiert. Beispielsweise mit Erschütterung oder Alarm. Andererseits werden die Nervenerregungen an das sensorische Sprachzentrum der Großhirnrinde gesendet. Dort werden die wahrgenommenen Schwingungen registriert.

Während der zweiten Phase werden Klanggestalten zurechtgeformt. Das gehörte wird vervollständigt und gegebenenfalls in Signale übersetzt, die der Hörer versteht.

Der Vorgang des Bewußtwerdens (Verstehens) erfolgt ebenfalls in der Großhirnrinde. Die bereinigten Sprachbilder werden mit den dort gespeicherten Wortbildern verglichen. Sind alle Wörter bekannt, wird der Ausdruck des Sprechenden an das Bewußtsein weitergeleitet und auf den Wortsinn überprüft.

Die vierte Stufe ist das Erfassen des Gemeinten. Hier wird entschieden, wie der Hörende reagieren soll. Auf die Frage: „wissen Sie wie spät es ist?“ könnte der Angesprochene mit „Ja“ antworten. Jedoch wollte der Fragende Auskunft über die Uhrzeit wissen und der Angesprochene wird ihm antworten: „Es ist 14 Uhr und 4 Minuten.“

Hören und verstehen sind in enorm komplexe psychologische Prozesse eingebunden, die zusätzlich vom sozialen Umfeld der Kommunikationspartner beeinflusst sind.

Sprache ist mehr als nur das Wort

Geissner unterscheidet zwischen drei sprachlichen Repertoires, nämlich sprachliche (verbale), sprachbegleitende (paraverbale) und sprachfreie (extraverbale) oder sprachlich, sprecherisch und körperlich – diese Bezeichnungen nennen ihre jeweilig intentionierte Funktion deutlicher. Zu den sprachlichen Repertoires zählen die, in den Lexika verzeichneten, Wörter und die Regeln ihrer Verknüpfung. Sprachfreie Elemente sind melodische, dynamische, temporale und artikulatorische Effekte der Sprachproduktion. Haltung, Bewegung, Gebärden, Gesten, Mienen, Blicke und Schallereignisse summiert der Autor im dritten der sprachlichen Repertoires, dem sprachfreien.

Andere Autoren benennen diese drei Teile des Sprechens anders; grenzen sie untereinander jedoch gleich ab wie Geissner . Wallbott stellt noch ein paar weitere Klassifikationen vor. So wird nach Verhaltenskanäle oder nach Funktion nonverbaler Elemente untergliedert. Verhaltenskanäle richten sich nach anatomischen, nach zusammengehörigen Verhaltensaspekte oder nach dem Empfängersensorium. Eine funktionale Klassifikation teilt in Illustratoren, die Sprachliches untermalen, verdeutlichen oder illustrieren (z.B. bestimmte Gesten), Adaptoren oder Manipulatoren (z.B. sich kratzen); des Weiteren in Embleme – sie können Ausdrücke ersetzen – (z.B. an den Kopf tippen, aber auch vokale Ausdrücke), Regulatoren – sie regulieren den Sprechakt – und Affektdarstellungen (Emotionen).

Um die Übersicht zu wahren verwendet diese Arbeit die Aufteilung nach Kreuzbauer , drei Komponenten nennt: verbal, paraverbal und nonverbal. Burger/Imhasly unterteilen paraverbale Sprache in die zwei Typen Stimmqualität und Sprechweise.

Stimmqualität

Sie bringt Eigenschaften des Sprechers wie das Alter, Geschlecht, Zugehörigkeit zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen, Herkunft aus einem bestimmten Sprachraum, Dialekt, Timbre usw.

Sprechweise

Sie spiegelt den emotionalen Zustand des Sprechers wieder und seine Einstellung zu sich, zum Kommunikationspartner, zum Sprechgegenstand, zur Situation. Sie bringt auch zum Ausdruck wie der Sprecher den Kommunikationsablauf steuert. Durch anheben der Stimme oder stärkere Betonung bemüht er sich die Aufmerksamkeit des Zuhörers zu gewinnen oder er zeigt etwa durch Senken der Stimme an, dass er die Sprecherrolle abgeben will. Aber mit diesen paraverbalen Mitteln kann der Sprecher genauso anzeigen, wie er eine Aussage verstanden haben will (durch Betonung einiger Wörter); ob sie ernst oder ironisch gemeint war etc. Die Sprechweise zeigt auch den Verbalisierungsprozess; durch Nachdenkpausen, Versprecher, nochmaliges Wiederholen etc.

Intonation (Sprachmelodie) zählt ebenfalls zur Sprechweise und wird in drei syntaktisch-relevante Typen unterschieden:

terminal (am Ende fallender Ton): für Aussagesätze und Ergänzungsfragen

interrogativ (steigender Ton): für Entscheidungsfragen

progredient (schwebend etwa auf gleicher Ebene gehalten): für den Übergang von Haupt- zu Nebensatz

Nicht in diese Systematik einordnen ließe sich nach Burger/Imhasly 1978 „… nicht-sprachliche oder nicht eindeutig sprachliche Äußerungen, die den verbalen Ablauf unterbrechen bzw. Sprache ersetzen können.“ Damit meinen die Autoren etwa Hüsteln, Lachen, usw. Auf der anderen Seite zählen Interjektionen wie äh, hm, pah …, grammatikalisch als Wörter.

Auf die sprachfreien (körperlichen) Phänomene geht dieses Werk nicht explizit ein, da dieses Element als Kanal über den Sprachliches mitgeteilt wird im Hörfunk wegfällt.

Radio

Seit etwa der Mitte des vorigen Jahrhunderts existieren drei „Kanäle“ (Medien) von Massenmedien: Presse, Radio und Fernsehen, als jüngstes Medium, mit welchen Botschaften an die Massen gerichtet werden. Jedem dieser Kanäle werden im Allgemeinen sprachliche Charakteristiken zugesprochen, die ihn auszeichnen.

So lassen sich diese Kanäle mittels neun Kommunikationsmodi beschreiben: flüchtig, mündlich, schriftlich, Ton, Bild, Film, öffentlich, Einweg, Ein/Aus.

Der erste Modus beschreibt ob Aussagen während des Kommunikationsprozesses verschwinden, oder darüber hinaus bestehen bleiben. Akustischer Ausdruck ist immer flüchtig. „Was einmal gesagt ist, ist unwiederbringlich dahin. Es hinterläßt Spuren im Gedächtnis, bleibt aber nicht materiell erhalten.“ Druckerzeugnisse hingegen muss man gezielt vernichten. Ton, Bild und Film bezeichnen die Art der Botschaft. Während sich das Fernsehen aller drei Arten bedienen kann, ist der Ton die ausschließliche Mitteilungsform für das Radio. Die letzten drei Modi (öffentlich, Einweg, Ein/Aus) haben die drei klassischen Medien gemeinsam. Sie sind allesamt für eine Öffentlichkeit bestimmt, funktionieren nur in eine Richtung (Rücksprachemöglichkeiten fallen weg) und jeder kann entscheiden ob er das Medium rezipieren will oder nicht, d.h. ob er es ein- oder ausschaltet.

Radio ist also das Medium mit den geringsten Möglichkeiten sprachlicher Variation. Es kann sich ausschließlich akustischer Laute bedienen und stellt daher besondere Anforderungen an die Lautsprache. Es „… ist die Sonderform des Rundfunks, die rein akustische Botschaften verbreitet.“ Das ist aber auch sein Vorteil: Das Hören verlangt weitaus weniger Konzentration als etwa das lesen. Es geht nebenbei und lenkt nicht so sehr von der Umwelt ab wie lesen oder fernsehen. Der Hörfunk beliefert den Hörer schneller als TV und Presse mit Informationen weil der Produktionsprozess einer Botschaft im Hörfunk weit weniger Aufwand bedarf als in den beiden anderen Medien. Auch wenn der Zeitungsjournalist nur seinen Schreibstift und Papier benötigt, um die Informationen in seine Redaktion zu transportieren, ist der Herstellungsprozess einer Zeitung enorm. Bis eine Nachricht an den Leser gelangt, vergehen Stunden. Das Fernsehen ist prinzipiell gleich schnell wie der Hörfunk. Aber aufgrund seiner Programmgestaltung (Spielfilme, Shows) und der Tatsache, dass die Fernsehproduktionen meist aufgezeichnet und noch dazu homogen (d.h. auch ohne Moderator) sind, können tagesaktuelle Geschehnisse im Normalfall nur zu einem bestimmten Sendepunkt (Zeit im Bild) verbreitet werden. Radio ist flexibler weil im Normalfall der Moderator „live“ am Mikrophon sitzt und schnell Meldungen verbreiten kann. Durch den hohen Musikanteil, den Services etc. ist das Radio ein Unterhaltungsmedium.

Jeder, der ein Instrument zum Empfang besitzt, kann Radiowellen empfangen. Im Gegensatz zu anderen Massenmedien können Radiostationen leichter empfangen und rezipiert werden als andere Medien weil die Empfangsgeräte sehr klein sein können. Auch ihr ungestörter Einsatz ist leichter möglich.

Auf der Seite der Radiobetreiber führte die Möglichkeit auf UKW zu senden dazu, dass Sender kostengünstig betrieben werden können – der finanzielle Aufwand für den Sendebetrieb ist relativ gering.

Der Nachteil des Hörfunks (das gilt analog auch zum Fernsehen) ist, dass nur zu bestimmten Zeiten gewissen Angeboten wahrgenommen werden. Der Sendezeitpunkt wird von den Sendern vorgegeben und kann nur zu diesem Zeitpunkt wahrgenommen werden. Eine Zeitung kann man lesen, wann man will.

Die eben gelesenen Zeilen sollten nun einen groben Überblick über Radio und Sprache gegeben haben. Auf Radiotheorien, wie etwa von Bertolt Brecht (1927, 1932), Werner Faulstich (1981), Rudolf Arnheim (1933) u.a., will diese Arbeit nicht explizit eingehen. Die meisten können als veraltet gelten oder spezialisieren sich nur auf einen Aspekt des Hörfunks, wie etwa Arnheim seine Theorien auf das Hörspiel bezieht. Der Mensch konsumiert niemals ausschließlich einen Medienkanal. Zumindest nicht in jenen Kulturkreisen, in denen mehrere Formen der Massenmedien für den Menschen verfügbar sind. Deshalb sind Theorien, die sich auf einen einzelnen Kanal beziehen, mit Vorsicht zu genießen. „Aussagen über das Radio haben nur dann einen Sinn, wenn es in der Gesamtheit der Medien gesehen wird, die über ihre Beziehungen organisiert sind und die sich zusammen nach außen abgrenzen lassen.“ Da Radio besonders technischen Entwicklungen unterlegen sind, muss in den kommenden Jahren auf neue Formen der Rezeption geachtet werden. Digital Audio Broadcasting (DAB), Internet, mobile Telekommunikation und neue Aufzeichnungsverfahren (mp3 etc.) werden das Verhalten der Konsumenten stärker verändern als bisher.

Moderation

Definitionsversuch

Je stärker dialogische und multilogische (Gespräche mit mehr als einem Gesprächspartner) im Hörfunk Einzug gehalten haben, desto höher wurden die Anforderungen an den Hörfunkjournalisten. Er wurde „… zum Vermittler, zum Gesprächsführer, Gesprächspartner oder Diskussionsleiter“. Menschen für diese Aufgabe sind Moderatoren, die „… durch spontane Einfälle, Verbreitung „bunter Meldungen“ ein spannendes und aufgelockertes Programm in direkt übertragenen Sendungen zu „inszenieren“.“ Für Geissner hingegen besteht die Arbeit der Moderatoren daraus, „… das geplante (getextete), seltener spontane sprecherische Verbinden eher kleinteiliger, selbst- oder fremdprodzuierter Teile, mit oder ohne das Publikum, zu einer vorgegebenen Zeit, an einem vorgegebenen Sendeplatz, in einer vorgegebenen Sendeform (Sendegefäß), für eine vorgegebene Sendestrecke.“

Das Wort Moderator stammt aus dem lateinischen und kann Mäßigung, Lenken, Milde, Harmonie … bedeuten.

Beinahe jeder Autor definiert den Moderator und seine Aufgaben differenzierter. Eine kurze Erklärung ist: „Der Moderator stellt den personalen Bezug zwischen Programm und Publikum dar.“ Aber alle drücken aus, dass Moderation für den Hörer das Bindeglied zwischen den einzelnen Programmteilen ist.

Herkunft des Moderators ist die Morgensendung

Wie wichtig Moderatoren sind ergibt sich aus empirischen Untersuchungen. Die menschliche Stimme dient der Wiedererkennung von Programmen. Rund 74 Prozent erkennen ein Programm an der Stimme wieder, an zweiter Stelle folgt mit 66 Prozent die Identifikation durch Sendungen eines Programms. Fast die Hälfte der befragten Hörer haben einen Lieblingsmoderator (47 Prozent) und gut ein Drittel schalten das Radio wegen ihrem Moderator ein.

Zwischen dem Moderator und dem Hörer entsteht eine soziale Beziehung, der Moderator ist ein Interaktionspartner der gewisse Erwartungen vom Zuhörer erfüllen muss, wenn er akzeptiert werden möchte. Solche Eigenschaftsprofile sind mit „Sympathie“, „Autorität“, „Kompetenz“ und „moralische Glaubwürdigkeit“. So kann man sagen dass ein Moderator, „… der bei seiner Zuhörerschaft ankommt, … Sympathie ausstrahlen, bis zu einem gewissen Grad bestimmend und dominierend sein, kompetent wirken und das Vertrauen seines Publikums gewinnen …“ muss.

Historisch leitet sich der Moderation und seine Funktion, die Moderation, von der Morgensendung her, die zu Beginn der 50er in den USA erstmals über den Äther gesendet wurden. Die bis dahin übliche Bezeichnung „Commentator“ oder „Announcer“ passte für diese neue Form nicht mehr. Etwas friedfertigeres musste her, etwas dass belebend und ausgleichend war, jemand der moderat seinem Publikum gegenüber ist – der Moderator.

Bauteile einer Moderation

Allgemeine Einteilung – monologisch, dialogisch, multilogisch

Die verschiedenen Situationen, in denen sich ein Moderator finden kann, lassen sich in monologische, dialogische und mulitlogische unterscheiden. Während dialogische und multilogische sprachliche Handlungen darstellen, bei denen der Moderator einen oder mehrere Gesprächspartner im Studio oder am Telefon hat. Sitzt er allein im Studio oder richtet sich an den Hörer, der am Gerät horcht, spricht er monologisch. Die wichtigsten Funktionen einer Moderation umfasst monologisches Sprechhandeln, das auch dialogischen oder multilogischen Sprechsituationen vorkommt.

In der monologischen Moderation realisiert sich das oberste Recht eines Moderators kommunikative Abläufe während einer Sendung zu steuern. Es sichert ihm zu jeder Zeit das Rederecht. Genauso darf er einem Sendungsteilnehmer das Wort entziehen um den vorgegebenen Sendeablauf einzuhalten.

Dialogisches Moderieren entsteht dann, wenn dem Moderator in direkter Kommunikation jemand gegenüber steht, mit dem er kommuniziert. Dies kann entweder face-to-face oder per Telefon funktionieren. Wichtig für den Moderator ist auch ob der Gegenüber mediengeübt oder -ungeübt ist. Eine Rolle spielt auch, ob sich die Gesprächsteilnehmer untereinander kennen. Durch die Erfüllung bzw. nicht Erfüllung dieser Kriterien verwendet der Moderator verschiedene Techniken und setzt seine Sprache ein. Den selben Charakter besitzt die multilogische Form der Rundfunkkommunikation. Sie gilt als eine Erweiterung der dialogischen. Strategien und Anforderungen dieser Formen werden in dieser Arbeit ausgegrenzt.

Monologisches Handeln im Hörfunk richtet sich immer an den Hörer. Der Radiosprecher kann entweder die Gesamtheit seiner Hörer, bestimmte Gruppen oder Einzelpersonen ansprechen. Darüber hinaus fasst es Funktion zusammen, die eine Sendung eröffnen, strukturieren, rhytmisieren, den Ablauf organisieren usw. ( Troesser 1986, S. 95). Rahmenmoderation und Zwischenmoderation sind die beiden Kategorien, in die sich das monologische Moderieren trennen läßt.

Rahmenmoderation

Rahmenmoderation ist nur dadurch gekennzeichnet, dass sie die zeitliche Begrenzung einer Sendung darstellt, d.h. Rahmenmoderation gibt es nur am Beginn und am Ende einer Sendung mit spezifischen Merkmalen der An- und Abmoderation, nämlich Begrüßung und Verabschiedung.

Anmoderation dient in erster Linie der Begrüßung der Hörer. Sie kann aber auch Orientierungshilfe sein, um z.B. die Tageszeit besser einzuordnen. Die Anmoderation ist der erste turn des Moderators, die Abmoderation hingegen sein letzter, mit dem er die Hörer verabschiedet und auf weitere Sendungen hinweist, etc. Der Akt des Sendungsabschlusses ist nicht nur die Verabschiedung. Unter Umständen kann eine Zusammenfassung oder Wertung der Inhalte einer Sendung geschehen oder einfach eine Aufforderung sich bei der nächsten Sendung zu beteiligen. Form und Inhalt der An- und Abmoderation hängen von den Zielen der Gesamtsendung, von journalistischen Einstellung, den Fähigkeiten der einzelnen Moderatoren und ihrer Einstellung gegen über den Hörern ab. Die Rahmenmoderation stellt „eine Art verbale Visitenkarte einer Sendung dar“( Troesser 1986, 117).

Schon in der Begrüßung und Verabschiedung zeigt sich die Einstellung des Moderators zum Publikum sowie seine Vorstellung vom Publikum. Dies zeigt sich nicht nur in der Art der Anrede (du, sie), sondern auch in der Form der Begrüßung. Sie ist der erste Kontakt zum Publikum und bietet dem Sprecher die Möglichkeit diesen zu festigen und zu verbreitern. „Dies führt in Sendungen des Unterhaltungsbereichs oft zu minutenlangen Aufwärm-Conférencen, in die Betrachtungen über Tagesaktualitäten, über die Jahreszeit und auch immer wieder über den Sendeort … einfließen“ . Aber in erster Linie wird der Name der Sendung und des Moderators genannt. Diese Aufgabe fällt aber nicht immer dem Moderator zu wie folgende Beispiele illustrieren sollen. Zwei Auszüge aus dem Morgenprogramm des dritten Programms des Österreichischen Rundfunks.

Beispiel 1:

Nach den Nachrichten, der Wettervorhersage und dem aktuellen Verkehrsdienst fährt die Programmkennung hoch, die den Namen des Moderators nennt: „[gesungen] Guten morgen Österreich, guten morgen Österreich, K. und das Morgenteam …“ Während die Melodie dieser Programmkennung im Hintergrund weiterläuft kommt der Moderator mit einer Aussage, die sich auf den Verkehrsdienst zuvor bezieht. Er nennt Tag und Datum: „Montag [äh] der fünfte September zweitausendundfünf a‘ frühe Stunde […] wünsche einen Guten Morgen.“ Danach drängt sich die Programmkennung wieder in den Vordergrund und geht in einen Musiktitel über.

(Der Ö3, 5.9.2005)

 

Beispiel 2:

Nach den aktuellen Wetternachrichten und –vorhersagen, begrüßt der Moderator mit: „Es ist drei nach sechs, ihr Dienstag morgen im …. Guten Morgen Österreich und gute Fahrt mit dem schnellsten Verkehrsservice Österreichs: D.Z.“ Darauf verlautbart eine Sprecherin die Verkehrsmeldungen, auf welche die Programmkennung (wieder mit Namen des Moderators und dem Hinweis auf das Team, siehe Beispiel 1) folgt. Der Moderator begrüßt seine Hörer mit „Schönes aufstehen, haben Sie auch gut geschlafen? Heut ist der sechste September zweitausend und fünf …“ Auf die Programmhinweise die an dieser Stelle angesagt werden folgt nochmals eine Programmkennung (anders als die vorige) und dann Musik.

(Der Ö3, 5.9.2005)

 

Das Morgenprogramm des Ö3 variiert in der Gestaltung seiner Rahmenmoderation. Unterschiedliche Programmkennungen (Jingles) können im selben turn vorkommen und auch die Begrüßung variiert im Stil, in der Sprache und Dramaturgie. Dasselbe gilt für die Verabschiedung.

Zwischenmoderation

Die Zwischenmoderation richtet sich ebenfalls an den Hörer und wird unterschieden in eigenständige (geplante dramaturgische Elemente) und eingebettete (spontane, deshalb nicht dramaturgisch) Zwischenmoderation. In Zwischenmoderationen verbergen sich wichtige Elemente der Höreranimation, z.B. die Aufforderung sich an einer Sendung zu beteiligen oder nicht mehr anzurufen, weil alle Telefonleitungen belegt sind etc. Informationen die nicht bekannt waren (weil sie nicht gesagt wurden, oder der Hörer erst zugeschaltet hat) werden geliefert. Aber auch immer wiederkehrende dramaturgische Elemente kommen vor. Zwischenmoderationen unterbrechen das Begleitprogramm, weshalb sie auch breaks genannt werden. Eine solche Möglichkeit ist der „three-element-break“, eine Zwischenansage, die sich aus drei Elementen wie etwa Zeitansage, Wetter, Verkehrslage, Musik-Ansage, Stationsansage zusammensetzt.

Funktionen einer Moderation

Die Gesamtheit der monologischen Formen können in reaktive, die der Moderator aufgrund institutioneller bzw. technisch-medialer Umstände ausführen muss und aktive, die durch die jeweilige Situation auf dem Handlungsfeld entstehen; diese kann der Moderator selbständig gestalten. In diese Formen gehören organisatorische Funktionen (z.B. Sendung eröffnen, Gespräche unterbrechen, wiederbeginnen etc.), animatorische (Hörer motivieren, ansprechen, etc.) informatorische (Spielregeln bekannt geben, thematische Zusammenhänge herstellen etc.), kommentatorische (Gespräche kommentieren, usw.) und reportatorische (Atmosphäre am Ort beschreiben, raum-zeitliche Bezüge herstellen etc.) ( Troesser 1986, 128) .

Äußerungen die einen Bezug zwischen dem Publikum und dem Programm bzw. dem Sender herstellen existieren in monologischen Sprechsituationen. So schreiben Häusermann/Käppeli: „Der Schwerpunkt [einer Moderation] liegt bei der Kommunikation über das Programm und seiner Vermittlung sowie bei der expliziten Kontaktherstellung zum Publikum …“ Sie lassen sich nach ihrer Funktion in vier Kategorien spalten, und zwar in den Bezug zwischen Publikum und …: (siehe Häusermann/Käppeli 1986, 151-172)

•  Moderator:
Die Absicht, den Kontakt zur Audienz zu verstärken durch direktes Anreden, Begrüßung und Verabschiedung, Gespräche mit Publikumsvertretern, Thematisierung der eigenen Person.

•  Inhalt:
Dem Publikum soll die Orientierung erleichtert werden und es soll motiviert werden mittels An- und Absagen, Programmübersichten und attraktive Gestaltung dieser Elemente

•  Form:
Kommunikationsvorgänge sollen dem Hörer durchschaubarer (transparenter) gemacht werden. Erklärung der Arbeitsweise und technische Vorgänge sowie Begründung journalistischer Entscheide sind die Mittel dafür.

•  Veranstalter:
Die Absicht, die Institution angemessen zu repräsentieren soll durch entsprechende Erscheinung (Sprache) und menschlich vertretbares Handeln erreicht werden

 

Diese vier Funktionen fallen in die Rahmenmoderation gleichfalls wie in Zwischenmoderation. Aber sie zeigen eines ganz deutlich: Radio ist für das Publikum gemacht. Alle Teile eines Radioprogrammes, egal ob Musik oder Wortbeiträge, richten sich an den Hörer. Ob nur zur Unterhaltung, zur Animation oder was auch immer: Der Hörer ist der Existenzgrund für den Hörfunk.

In die Kontaktaufnahme (Punkt 1) fallen Begrüßung und Verabschiedung des Publikums, aber auch während der Sendung wird immer wieder das Publikum mit einbezogen. Dieser Appell „… ist die Aufforderung zur Aktivität in irgendeiner Form …“ und kommt in allen Sendungstypen vor. Meistens sind solche Appelle mit Hörerbeteiligung verbunden (z.B. Quiz). Dies geschieht oft aus dem Wunsch nach Feedback, mittels dem man Information über sein Hörerpublikum ermittelt. ( Häusermann/Käppeli 1986, 157) .

Beispiel 3:

Nach einem Höreranruf, in dem es um den letzten Urlaub der Hörerin ging, ruft der Moderator seine Hörerschaft auf: „Viel Spaß der C. aus D. und viel Freude ihnen mit Ihren Traumurlaub. Wir tauschen alle Ihre Regentage in echte Sonnentage. Zumindest geben wir uns alle erdenkliche Mühe. Rufen Sie uns einfach an und verraten Sie uns warum Ihr Urlaub der verregnetste überhaupt war. Schlimmer geht's nimmer. Hier ist die Nummer …“, die dann eine Kollegin verließt.

(Ö3, 7.9.2005)

 

Gespräche mit den Publikumsvertretern werden meist in der Form von Telefonanrufen realisiert. Sie sind oft kurz und meistens ist kein Thema vorgegeben In Beispiel 3 ist das jedoch anders: Die Anruferin erzählt über den letzten Urlaub. Dennoch ist das Gespräch eine Pflichtübung; ein Interesse für den Gesprächspartner fehlt ( Häusermann/Käppeli 1986, 157).

Die Thematisierung der eigenen Person ist sehr stark mit der Person des Präsentators einer Sendung verknüpft. Sich selbst ins Spiel zu bringen dient der Transparenz einer Sendung und als Orientierungshilfe. Es leuchtet ein, dass eine heißere Stimme oder ein Mischgeschick in einer Live-Sendung zum Thema gemacht wird. ( Häusermann/Käppeli 1986, 159)

Durch den zeitlich linearen Ablauf einer Rundfunksendung müssen dem Publikum Orientierungshilfen geboten werden. Der Bezug zum Inhalt einer Sendung (Punkt 2) wird mit An- und Absagen, Querverweisen und Übersichten hergestellt. In Begleitprogrammen des Hörfunks zählen hierzu die Nennung der Musiktitel, Hinweise und Ansagen auf Beiträge usw. Eine solche Ansage kann sehr in mehreren Sätzen verpackt sein:

Beispiel 4:

„Achter September zweitausendfünf. Hoff' sie hab'n gut geschlafen – willkommen im äh neuen frischen Morgen. Und im Kino. R. C. weilt derzeit noch in Venedig. Seinem neuen Film das Comeback sehen sie trotzdem schon ab heute in den österreichischen Kinos. X.Y.: Worum geht's?“

(Ö3, 8.9.2005)

 

Eine weiter Aufgabe von Ansagen ist auch, den „ Anschluß an das Vorwissen des Zielpublikums“ herzustellen. Je nachdem kann die Ansage in ihrer Länge variieren ( Häusermann/Käppeli 1986, 162).

Das Problem bei Ankündigungen von Musiktiteln ist, dass „… für die häufigste, die knappe Form [Nennung von Interpret und Titel; Anm.] der Ansage wenig verschiedene Formulierungen zur Verfügung stehen“ ( Häusermann/Käppeli 1986, 165). In Unterhaltungssendungen, die Popmusik spielen, sind die Möglichkeiten zu Variation großer: Oft werden Zusatzinformationen über den Interpreten oder Inhalt des Titels in die Ansage verpackt.

Die Absage bietet einen günstigen Anlass zu Zusammenfassungen oder Schlussfolgerungen (vgl. oben: Rahmenmoderation).

Erklärung von Unvorhergesehenem (Sendeausfall, technische Störungen) machen dem Zuhörer das Programm transparent (Punkt 3). Dazu gehören etwa auch Begründungen, warum welche Beiträge ausgestrahlt werden. Transparenz hat für das Radio ein enormes Gewicht. Weil dem Hörer nur der auditive Kanal zur Verfügung steht, ist es eher der Fall, dass man auch bestimmte Geräusche, die der Hörer erkennt, wenn er die Geräuschquelle sieht, erklären muss.

Rundfunksprecher repräsentieren ihre Arbeitgeber (Punkt 4) und werden mit der Anstalt identifiziert. Die Inhalte, die ein Sprecher in einem Medium darstellt, sind für die Öffentlichkeit gemacht. Besonders in Begleit- und Unterhaltungsprogrammen werden oft „spontan“ Ungeheuerlichkeiten formuliert. Deshalb muss immer gesondert auf die vermittelten Inhalte geachtet werden.

Hörfunkanstalten sind oft so stark von ihren Repräsentanten abhängig, dass der Sendung mit ihnen steht und fällt.

Umsetzung einer Zwischenmoderation: der 3-Element-Break

Für diese Funktionen werden vom Sender Elemente vorgefertigt, die bei Bedarf in der Zwischenmoderation eingespielt werden können. Haas/Frigge/Zimmer nennen acht konkrete Mittel als Minimum um die einzelnen Programmteile einer Sendung miteinander zu verbinden. Es sind die Grundelemente des 3-Element-Break: Zeit, ID (Stations-, Programmkennung), Intro/Outro (von Musiktiteln), Slogan/Phraseologie, Teaser/Hinweise, Service: Wetter/Verkehr, Kurzinformationen/-meldungen, An-/Abmoderation.

Diese Mittel machen den 3-Element-Break aus. Es ist der kleinste Bestandteil eines Programmformats und gibt neben der Verbindungsfunktion dem Moderator die Chance, seine Gedanken zu organisieren. Diese Elemente sollen den Präsentator vor sinn- und inhaltslosen Moderationen bewahren . Jedes Element erfüllt bestimmte Aufgaben:

Zeit, ID, Intro/Outro sollen dem Hörer zur Orientierung dienen, wie spät es ist, welchen Sender er hört und welche Musiktitel gespielt wird.

Slogans und Phraseologien sind mit anderen Elementen verbunden am wirksamsten und sollen ein bestimmtes Image schaffen. Teaser sind Hinweise auf einzelne Programmteile. Es soll den Hörer immer wieder für eine Viertelstunde binden. Die fünfzehn Minuten ergeben sich aus der Mediaanalyse, die Nutzungsgewohnheiten im Viertelstundentakt abfragt. Der Hörer soll an den Sender gebunden werden.

Kurzinformationen behandeln nur die sieben W-Fragen (Wer, Was, Wann, Wo, Warum, Wie, Woher), geben dem Moderator zusätzlichen informativen Charakter und sind in der Regeln selten länger als 15 Sekunden ( Haas/Frigge/Zimmer 1991, S. 136).

A n- und Abmoderation leiten zwar Beiträge ein, gehören aber zur Moderation.

3-Element-Breaks minimieren den Worteinsatz, organisieren die Reihenfolge der Informationen und beschleunigen die Geschwindigkeit der Elemente. Dadurch erzeugen sie „… subjektiv den Eindruck Dynamik.“ Die straffen den Sinn von Sätzen, verbinden größere Elemente miteinander, sichern dem Moderator eine Grundstruktur und bestimmen Klang, Tonfall, Lautstärke, Tempo, Takt und Tonart. Kurz: Sie sollen dem Moderator helfen, sich auf die wesentlichen Inhalte zu konzentrieren, und verhindern, dass Ansagen langatmig werden.

Begleitprogramme

Mit der Installation von Radiomagazinen wollte man das Radio, dessen Sendungen sich stark an der Presse orientierten, auflockern. In den 60er Jahren verbreitete sich das Magazin auch im deutschsprachigen Raum über die Rundfunksender der vormals amerikanischen Besatzungszone. Das Prinzip des neuen Sendetyps war die „Mischung von unterhaltender Musik und kurzen Wortbeiträgen, die von einem Moderator präsentiert werden.“ Zu Anfangs waren die Merkmale von Magazinen klar: live präsentiert, waren sie eine Mischung von Wort- und Musiksendungen (mit „leichter“ Musik), in der Wortbeiträge sich thematisch und formal sehr von einander unterschieden. Die gesamte Sendung wurde von einem Moderator zusammengehalten und konnte sich über mehrere Stunden strecken. Die erste Radiomagazinsendung war ‚Monitor‘ von Pat Weaver. 1949 von NBC erstmals ausgestrahlt wurden jeweils zwölf Stunden Unterhaltung, Nachrichten und Hilfsdienste (Küchentips).

Einige dieser Merkmale wurden im Laufe der Zeit aufgeweicht oder aufgegeben. So können Magazine auch ohne Musik auskommen und die Dauer einer herkömmlichen Sendung haben. „Das einzige noch strikt verbindliche Definitionskriterium scheint mit die Anwesenheit eines Moderators zu sein.“

In beinahe allen Sendungen des Hörfunks wird moderiert, egal ob dies Kultur-, Religions-, Sport- oder Nachrichtensendungen sind. Solche Sendungen unterscheiden sich zwar in ihrer Zielsetzung von Unterhaltungssendungen, „nicht aber in der Tätigkeit des Moderierens“, sagt Wachtel .

Moderation ist rhetorische Kommunikation weil sie auf das Bewußtsein und Handeln des Hörers abzielt. Mit anderen Worten: sie ist hörerwirksam. Rundfunksendungen können entweder informativ (Nachrichten, Dokumentationen, …), persuasiv (überredend: Kommentare, Reden, Werbung, …) oder delektativ (unterhaltent: Krimis, Shows, Sport, …) sein , sind aber immer auf den Hörer gerichtet und versuchen auf ihn einzuwirken.

Untersuchungen haben ergeben, dass in der Tageszeit von neun Uhr morgens sieben von zehn Menschen Radio nebenbei hören. In der Zeit bis 18 Uhr sind es schon acht von zehn. Später wird zwar die Hörerschaft kleiner, die hören aber um so genauer zu. Der Radiohörer will also tagsüber Unterhaltung und Information während anderer Tätigkeiten konsumieren. An diese Gegebenheit passen sich die Sender an. Scheinbar ist das Mittel mit dem diese Erkenntnisse der Hörerforschung gestillt werden: viel Musik und wenig Wort. Das ist bei allen Radiosendern gleich. Erfolgreiche Radiosender pflegen einen Anteil von 55-60 Prozent Musik und den Rest als Wort (40-45 Prozent). Unterschiede machen sich nur in der Auswahl der Musiktitel und in der Qualität des Wortes bemerkbar (Radioformate). Vor allem am Morgen liegt die Hördauer nur bei 25 bis 30 Minuten, weshalb Beiträge nicht zu lang und anspruchsvoll sein dürfen.

Neben Wortmagazinen (z.B. Nachrichtensendungen) wird auch in Begleitprogrammen, die in ihrer Form nur im Radio heimisch sind, moderiert – auf diese Sendeform ist für die vorliegende Arbeit ausgerichtet. In den unterschiedlichen Situationen muss der Moderator die jeweils passende Sprachform finden. Die Hörer einer Nachtsendung wollen anders begleitet werden als jene, die den Radio am Morgen, vor der Arbeit, einschalten.

Begleitprogramme sind Magazine oder zumindest stark an das ursprüngliche Magazinkonzept angelehnt. Das Konzept der dieser Begleiter ist von seiner Funktion her definiert und diese ist „… unlöslich mit dem Moderator und seinen verschiedenen Rollen verknüpft.“ Eigentlich ist der Moderator als Person, nicht das Programm oder der Sender, derjenige, der den Hörer begleitet. Für Burger ist eine linguistische Analyse von Begleitprogrammen im Sinne einer Textsortenbeschreibung hoffnungslos. Sie seien zu heterogen um eine Charakteristik im Sinne einer Textsorte zu haben .

Ein typischstes Begleitprogramm ist die Morgensendung. Weil diese das größte Publikum findet (die meisten Hörer schalten vor und nach sieben Uhr morgens den Radio ein), werden dort meistens die populärsten und besseren Moderatoren eingesetzt. Seine „hauptamtliche“ Funktion ist es hier, Musik und Wortbeiträge miteinander zu verknüpfen.

Moderation in Begleitprogrammen

Elemente die scheinbar außerhalb der vier oben genannten Funktionen liegen finden sich in Begleitprogrammen. Es handelt sich um Texte, die vorrangig unterhaltenden Charakter haben und „vom Witz über die Anekdote bis zu kuriosen Infos und Klatsch reichen.“ Aus dem Programmkontext gerissen dienen sie rein der Unterhaltung und stellen einen Bezug zwischen Publikum und dem Moderator her. Sie können Thematisierung der Person des Präsentators (Punkt 1) sein oder der Repräsentation der Rundfunkanstalt, des Programmes etc. (Punkt 4) dienen.

Moderationstexte in Begleitprogrammen verselbständigen sich, im Vergleich zu Wortmagazinen, wo sie sich immer auf die Beiträge bezogen sind. Sie sind entweder aus dem Kontext gerissen oder dienen als ein textlinguistisches Instrument, um Musik an- oder abzusagen. Auch der Erzählanlass wird in vielen Fällen nicht explizit gemacht:

Beispiel 5:

[Zeitansage] Wissen Sie, was ich manchmal denke: Ein Bär sollte man sein, dann könnte man einmal sagen: Bitte nicht vergessen, pünktlich wecken, dreißig Minuten nach April.

(Ö3, 14.12.1981)

[Zeitansage] Wissen sie, was ein Berater ist? Das ist ein Mann, der Ihre Uhr nimmt, Ihnen sagt, wie spät es ist, und Ihnen dafür dann eine Rechnung schickt.

(Ö3, 14.12.1981)

 

Gängiger ist es, einen Witz als Ratschlag, Tip etc. zu verpacken:

(…) sieben Uhr vierundvierzig, in einer Minute ist es dreiviertel acht. – Ich hätte hier einen sehr guten Tip von Loosewelt (sic). Er meinte: Wenn Du gefragt wirst, ob Du einer Arbeit gewachsen bist, so erwidere: Selbstverständlich. Dann sie zu, dass du herausbekommst, wie man es macht.

(Ö3, 10.12.1981)

(Beispiele nach Burger 1990, S. 194)

 

(…) Donnerstag morgen, achter September. Einen guten Start in die Arbeit. Oder in die Schule? Oder ins Finale der letzten Ferienwoche. Aber wer steht da jetzt schon auf. [Atempause] `sitz die ganze Zeit schon vor meinem Faxgerät und warte darauf das mir irgend jemand großartige Angebote macht dafür das ich meinen Job nicht mehr mach. Aber i glaub, wer wer glaubt irgendwie das er so leicht sein Geld verdient ist Hirsch – mann. Äh – guten Morgen.(…)

(Ö3, 8.09.2005)

Das Wort im Radio

Alle menschlichen Kommunikationsweisen und –inhalte kommen auch in den Medien vor. Häufig spricht man von ‚Mediensprache‘, aber Medien „… haben keine eigene Sprache.“ Auch wenn sich einige medienspezifische Textsorten entwickelt wurden, um „Sachverhalten von außerhalb (politische Ereignisse, wissenschaftliche Zusammenhänge, kulturelle Werke) zu vermitteln …“ , gilt das eben gesagte.

Radio ist nach Haas/Frigge/Zimmer wie Theater aufgebaut. Während die Grundpfeiler des Theaters Drehbuch, Regie und Vorstellung sind, stellen Inhalt, Struktur und Präsentation das Grundgerüst des Radios dar. „Radio ist Theater im Kopf“, mit dem unterschied das es dem Hörfunk an realen Bildern fehlt. Aber: „Die fehlenden Bilder erlauben es, für Hunderttausende von Hörern Einzelbilder zu schaffen … Radio ist Theater im Kopf und nur durch die Phantasie des einzelnen beschränkt.“

Als Beispiel dafür, wie Hörfunk die Phantasie anregt, wird gerne das Hörspiel „War of the worlds“, das von Orson Welles inszeniert wurde und am 30. Oktober 1938 vom Radiosender CBS über den Äther ging. Die Sendung verursachte bei seinen Hörern für Aufregung. Viele glaubten, dass die Erde tatsächlich von Außerirdischen angegriffen werde.

Spätestens wenn es um die Sprache im Radio geht, stößt die beschriebene Analogie zum Theater an ihre Grenzen. Im Radio, wo es kein Bild gibt, kann Schauspiel nur zu einem gewissen Grad betrieben werden. Und weil der visuelle Teil der Kommunikation fehlt, werden die Anforderungen an eine Radiosprache erhöht.

Sprache der Moderation

Die menschliche Sprache wird mit dem ganzen Körper gestaltet. Betonungen, Pausen, Tempo, Lautstärke, Melodie, Stimmlage, Rhythmus, Stimmfarbe sind genauso Elemente des Sprechausdrucks wie Körperhaltung, Mimik und Gestik eine Rolle spielen.

„Neben der Musik steht und fällt ein Programm - und damit der Erfolg des Senders - mit der Qualität der Moderation. Kein Bereich ist so profilschaffend wie die Moderation, und in keinem anderen Bereich ist es so schwierig, Profil zu schaffen“

Es ist aber kaum möglich allgemeine Regeln anzuführen wie Sprache der Moderatoren ist. Wegen den unterschiedlichen Funktionen von Moderationen und unterschiedlichen, vom Senderformat vorgegebenen, Anforderungen ist es auch kaum möglich, Regeln für die Moderation aufzustellen. Ein paar, die sich auf die Anwendung der Sprache beziehen, gelten dennoch für alle Moderationstätigkeiten. Es sind Vorgaben, die gewisse Ziele fordern um Fehler zu vermeiden und um die Sprache der Radioakteure aufgrund der speziellen Gegebenheiten im Hörfunk zu regulieren.

Radiomoderation ist so konzipiert, dass jeder Hörer einzeln angesprochen wird. Damit wirkt der Sprecher persönlicher und eignet sich besser als „Begleiter“ durch den Tag. So gesehen ist Radio kein Massen- sondern ein Individualmedium ( Haas/Frigge/Zimmer S.86)

Stimmlage

Die Stimmlage ist, wie häufig konstatiert wird nicht so entscheidend. Sie ist zwar eine wichtige Eigenschaft ( Haas/Frigge/Zimmer 1991, 572), aber empirische Untersuchungen ergaben, dass die „Stimmfarbe“ von Hörfunk-Sprechern als „weit gehend unerheblich angesehen wurde…“

Betonung, Inhalt und Struktur entscheiden, ob ein Moderator positiv, neutral oder negativ bewertet wird. Dazu gibt es einen ganzen Katalog an Eigenschaften, die von professionell, freundlich, angenehme Stimme, menschlich, … (positive Eigenschaften) über klug, Dialekt, freundschaftlich, fesselnd, tiefe Stimme, unterbricht nicht, …(neutral) bis hin zu kühl, pampig, egoistisch, chaotisch, penetrante Stimme, … (negativ) gehen.

Formen der Sprachanwendung

Freies Sprechen

In Moderationen kommen alle drei Formen der Textproduktion vor: Vorlesen, auswendig Gelerntes wieder geben und frei sprechen. Eine der Grundvoraussetzungen für den Moderator nennt sich „frei sprechen“. Damit ist gemein, dass Sätze in dem Moment produziert werden, in dem gesprochen wird – spontan. Es ist das, was wir im täglichen Leben am häufigsten tun. Dadurch wird Authentizität und Verständlichkeit möglich. Wer frei spricht, setzt Betonungen und Pausen richtig und formt Sinnschritte adäquat.

Spontan gesprochene Sprache zeichnet sich aus durch „… hohes Tempo, prozesshafte Dynamik, situations- und adressatenbezogene Flexibilität, Flüchtigkeit, asyndetische [nicht durch Konjunktionen verbunden; Anm.] Reihungen, grammatisch unvollständige Äußerungen, verkürzte Sätze (Ellipsen), Satzbrüche, Kongruenzfehler [Sätze stimmen oft nicht überein; Anm.], Verzögerungsphänomene, Selbstkorrekturen, Wortwiederholungen, häufigen Gebrauch von Joker-Wörtern mit sehr weiter Bedeutung, Wortabschleifungen, umgangssprachliche Ausdrücke und Dialektismen, viele Modalpartikeln, Sprechersignale, Einstellungsbekundungen und Referenzen auf die eigene Person.“

Fehler können aber beim freien Sprechen auftreten wenn denken, atmen und aussprechen einander im Weg sind: „Stockungen im Sprechablauf, Füllworte und –laute, lautes und sinnleeres Atmen, Wortfindungsschwierigkeiten, vor allem der Verben, der Wunsch, druckreif sprechen zu wollen, damit zusammenhängen: zu lange Sätze anzufangen, ohne den Satzkern parat zu haben, Wiederholungen, zu langes phasenweises Formulieren.“ Je mehr ein Ausdruck geplant sei, desto gründlicher werde ausformuliert. Solche Fehler sind im Radio störend und verwirren den Hörer. Deshalb sind sie zu vermeiden.

Kein Rezept, wie sich „frei sprechen“ im Hörfunk realisieren lässt, kommt ohne das vorherige schriftliche Fixierung von Anhaltspunkten aus ( Wachtel 2002, 26). Aufgeschriebenes funktioniert als Gedankenstütze für den Sprecher; die minimalste Form ist der Stichwortzettels. Pawlowski hat 1997 sein Modell des Stichwortkonzeptes publiziert und nennt es „strukturiertes Aufschreiben“. Dieses Modell verwendet Geissners „Treppen-Modell“ von 1975 als Basis. Ein anderer Autor, Fiukowski, beharrt dagegen auf das richtige Schreiben von Texten für das Lesen (1999) ( Wachtel 2002, 34). Für das Hören schreiben ist aber schwierig, weil die Differenz zwischen Schriftgrammatik und mündlicher Formulierung besteht. Auch die Situation in der sich ein Sprecher vor dem Mikrophon befindet kann in einen vorbereiteten Text kaum einfließen.

Situationen, in welchen Texte, die von anderen geschrieben werden, vorgetragen werden sollen kommen oft genug vor. Deshalb rät Buchholz sich einen fremden Text vor dem verlesen mundgerecht zu machen, denn Moderation ist eine personengebundene Darstellungsform. Ein fremder Text passt oft nicht zum Stil des Sprechers ; es sei weniger authentisch als freies sprechen, betont Wachtel. Vorlesen setze Pausen und betone oft sinnwidrig und häufig käme es zu unbeabsichtigten Betonungen, überhöhtes Tempo, bewusstloses Vorlesen, Atemnot oder Monotonie ( Wachtel 2003 , 30f ). A ußerdem vergesse man bei diesem Vorgang der Reproduktion manches, was zur Situation gehört ( Wachtel 2003, 21).

Sprechrollen und Senderformat

Die Sprache eines Menschen ist ein großer Teil seiner Persönlichkeit. Wie man spricht, zeigt woher man kommt, wie Sprechinhalte, wie man denkt und die Stimme verrät eventuell den Gesundheitszustand. Mit jeder Situation nehmen wir bestimmte Positionen, die sich im Sprachausdruck manifestiert. „Es gibt kein rollenloses Sprechen“ stellt Geissner fest. Jedes Radioprogramm, jeder Sender bestimmt Vorgaben für seine Mitarbeiter. Die Institutionen geben Sendekonzepte und damit auch die Rollen der agierenden Personen vor. So wird das Sprechverhalten der Radiosprecher durch die Programmstruktur und das Senderformat in eine Richtung gelenkt.

Den Vergleich zwischen Theater und Radio (siehe oben) dient auch, um das Format eines Radiosenders zu erklären. Radioformat ist eine Mixtur von Inhalt, Struktur und Präsentation. Die Dosis der einzelnen Elemente richtet sich nach den Bedürfnissen des Marktes. Je nach Radioformat prägen sich Moderationen anders aus.

Das A dult Contemporary (AC) unterhält die Kernzielgruppe zwischen 25 und 49 Jahren. Zwei Ausprägungen existieren unterhalb: Oldie based AC und Currend based AC mit weiteren Verfeinerungen (Soft AC, Hot AC, Euro AC). Unterschiede gibt es in der Ausprägung des Informationsangebotes. Manche haben stündlich, einige wenig und manche verzichten gänzlich auf Nachrichten zugunsten anderen unterhaltenden Elementen.

Die Mixtur aus Information, Unterhaltung und Musik ist in vielen Sendern anders. Je nach dem prägt sich auch die Moderation anders aus. Präsentatoren in Sendern, die Musik und Information gleichwertig behandeln (Schlagzeilen alle halbe Stunde, Nachrichten mit Hintergrundinformation Morgens, Mittags und Nachmittags, Reportagen, Berichte, Interviews, etc. werden zusätzlich ausgestrahlt), stehen stark im Vordergrund und zeigen sich wegen den vielen Informationselementen starke redaktionelle Fähigkeiten. Moderationspersönlichkeiten finden sich im gesamten Tagesverlauf.

Unaufdringlich und knapp ist der Moderator in Programmen deren Schwerpunkt in der Unterhaltung und Musik liegt. Information und Nachrichten werden in kurzen Beiträgen häufig in den Drivetimes stündlich, sonst im zwei- oder dreistundentakt. So beschränkt er sich auf Standardelemente wie An-/Abmoderation von Musik, Uhrzeit, Gewinnspiele etc. Persönlichkeiten hört man meist nur in der Frühsendung. ( Haas/Frigge/Zimmer 1991, 166-174)

Musiktitel, die sich aktuell gut verkaufen und/oder populär sind, zeichnet das Contemporary Hit Radio (CHR) aus. Zwischen 14 und 29 sind die Hörer, auf die das Format ansprechen sollen. Viel Musik und wenig Wort charakterisieren das CHR . Dementsprechend gering ist der Wortanteil. Die Rolle des Moderators wurde seit, dieses Format Mitte der 60er eingeführt wurde, stark reduziert. In den 70er stieg seine Bedeutung wieder an und ein Jahrzehnt später waren stark präsente Moderatoren bis auf die Morgensendung nicht mehr gefragt. Heutzutage unterstützt häufig ein Team von Spezialisten den Moderator im morgendlichen Programm. Tagsüber ist die Moderation knapp, rhythmisch und dynamisch. Es wird oft über Vorlauf oder Ende eines Titels gesprochen. ( Haas/Frigge/Zimmer 1991, 179-183)

E asy Listening (EZ) zeichnet sich durch entspannende Musik aus, die für eine Hörergruppe mit etwa 50 Jahren gedacht ist. Wort spielt eine untergeordnete Rolle und es ist bekannt für männliche sonore Stimmen – der Moderator muss erwachsen klingen. ( Haas/Frigge/Zimmer 1991, 186-189)

Eine sehr bewegte Geschichte hat Album-Oriented Rock (AOR) die gezeichnet ist von Hörerfluktuation den vergangenen dreißig Jahren. Vor allem bei Männern zwischen 18 und 34, kaum bei Frauen, konnte man beachtliche Reichweiten erzielen. AOR ist sehr musikintensiv, weshalb wenig Wortmeldungen zu erwarten sind. Während Moderatoren am Anfang wenig aufdringlich und unkonventionell waren, zeichnen sie sich heute durch Vitalität, Zauber, Reiz, Witz und Verstand. Persönlichkeiten finden sich in den Drivetimes. ( Haas/Frigge/Zimmer 1991, 189-199)

News und/oder Talk sind ausschließlich Wortformate. Sie können getrennt oder kombiniert ( News/Talk ) ausgestrahlt werden. Kennzeichnend im News ist eine Rotation der Sprecher um einen „frischen und aktuellen Sound zu erzielen“ (194). Der Moderator im Talk -Format ist der Talkmaster. „Er muss redegewandt, wissend, unterhaltend, witzig, gefühlvoll und bisweilen aggressiv sein.“(198)

Klassik richtet sich an die gebildete und einkommensstarke Bevölkerung. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an die Präsentatoren. Konzerte, Sinfonien, Sonaten bis hin zu Operetten werden in der gesamten Länge mit An- und Abmoderation übertragen, aber auch mit Hintergrundinformationen zu Interpreten und Stücken. ( Haas/Frigge/Zimmer 1991, 207 ff)

Den größten Spielraum haben Moderatoren im Middle-of-the-road (MOR) , das zu Beginn in den 50er bis 70er musikalisch schwer einzuordnen war, weil solche Sender jedem alles bieten wollten. Heute ist die Zielgruppe über 40 Jahre alt. Auch hier gibt es verschiedene Ausprägungen mit verschieden hohem Wortanteil. (213-219)

Das Arabella-Format ist melodisch, nicht basslastig/rhythmisch und ist für eine Zielgruppe zwischen 40 und 60 Jahren konzipiert. Schlager, Evergreens, Volkstümliche Musik etc. bilden das Programm. Die Sprache der Ansager ist konservativ, muss aber natürlich klingen und lustig sein. (220-223)

Radioformate müssen flexibel sein um sich den Marktgegebenheiten anzupassen. Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle. So ist die Stimmung der Hörer von der Tageszeit allein sowie in Kombination mit der Jahreszeit abhängig. An diese Umstände soll sich auch der Moderator orientieren.

Historische Betrachtungen – im Gespräch mit Dieter Dorner

Eine komplette Geschichte der Hörfunkmoderation kann an dieser Stelle nicht erzählt werden. Der Umfang eines solchen Unternehmens würde den Rahmen dieser Arbeit enorm verbreitern. Lediglich werden einige Aspekte, die Einfluss auf die Moderatoren und somit ihr Sprechverhalten ausübten, angeführt. Ein Gespräch mit Dieter Dorner half vor allem die Situation im dritten Programm des österreichischen Rundfunks (Ö3) zu durchleuchten.

Dieter Dorner ist Ö3-Mann der ersten Stunde als Moderator von 1967 weg. Der 1943 geborene Dorner moderierte den „Wecker“, „Espresso“, „Aus der Welt des Jazz“ und installierte gemeinsam mit Wolf in der Maur die Konsumentensendung „Help“. 1981 wird er Leiter der Abteilungen Jugend, Gesellschaft und Familie sowie Religion im Landesstudio Klagenfurt. Aufbau des ersten Ö3 Lokalsenders in Kärnten (Ö 3 Kärnten 90.4). Mit seiner Tätigkeit als Hauptabteilungssleiter der Unterhaltung im ORF und somit auch von Ö3 zwischen 1987 und 1992 war er Entscheidungsträger des Rundfunks und kann Entscheidungen aus der Sichtweise des Leiters geben. Nach seiner Zeit bei Ö3 widmete sich der 62jährige landete schließlich im steirischen Landesstudio des ORF, wo er bis zu seiner Pensionierung 2005 als Moderator tätig war.

Das Radio als Produkt hat sich in seiner gesamten Konzeption verändert. Ob dies Einfluss auf die Sprache der Ansager und „Begleiter“ hatte, ist fraglich. Die meisten Veränderungen, die sich der Hörfunk unterzogen hat, wirkten sich auf die Struktur des Programms aus. Programmuhren (Sendeuhren, „Hotclocks“) und Radioformate wirken sich durch ihre strukturelle Funktion in gewissem Maße auf die Sprachfeiheit in den Sendungen aus. Die Vorgaben des Formats richten den Sender auf Zielgruppen, denen man sich sprachlich näher muss (vgl. „Sprechrollen und Senderformat“).

Die Programmuhr regelt u.a. die Plazierung der Wortelemente; „… an welchen Stellen welche Art von Moderation stattfinden soll, um die Zielsetzung des Programmes zu unterstützen.“ Stimmung aufzubauen ist eine Funktion der Radiomoderatoren. Am ehesten ist „Stimmungsmache“ gewährleistet, „… wenn man sich einschalten kann, wenn es nötig ist“(D. Dorner). Durch die straffe Struktur ist das aber nicht gänzlich möglich. Die Sendeuhr sei ein Hilfsmittel, keine Bibel. Aus dem Privatradio wurde sie unter Dieter Dorner Ende der 80er in Ö3 eingeführt. Im Raum Salzburg und Tirol verlor das Programm Hörer an den Sender Antenne Bayern, begründet der damalige Chef der Unterhaltung des ORF.

In einem Zeitungsinterview Ende 1987 erklärt Udo Reiter, Programmdirektor des Bayerischen Rundfunks diesen Wechsel zum Format so: „Weg vom Alten Gemischtwarenladen, hin zu Programmen, die ein Profil haben, die man einschaltet und durchhört.“

Das Formatradio verdrängte Spezialprogramme. Solche Sendeformen boten mehr Freiheit für die Akteure hinter dem Mikrophon, sie bedürfen aber auch ein spezielles Publikum.

Freie Rede gab es in den Anfangszeiten des Ö3 kaum. Vieles wurde durch mit Manuskripten umgesetzt. Der Grund war auch, weil man gegen unverbindliches Plaudern ( Ernst Grisseman bezeichnete das als Logorhoe; Redesucht) vorgehen wollte. Die erste freie Moderation kam durch Klausnitzer, der den Ö3-Wecker ohne Manuskript gestaltete. Da auch die Informationsbeschaffung damals – verglichen mit der heutigen Vielfalt, und Geschwindigkeit, die das Internet bietet – schwieriger war, wurden oft spontan „kleine Geschichten“ erfunden. Ohne jedoch jemanden zu verunglimpfen. Damals habe man nichts gewußt von den Interpreten, gesteht Dorner.

Mitte der 80er prägte sich die Sprache auch so aus:

Beispiel 6:

(Titel längst zu Ende) (Knistern) … „Tja - das war - laß mich mal gucken ­… ja … das waren, wie gesagt die Poogie Boys mit ihrer neuesten LP `I miss you´. Neu auf dem britischen Markt. Die letzte Auskoppelung war die Single `No Deal´, aber wir spielen heute gerade den zweiten Titel auf der ersten Seite, und der heißt, wie wir gerade gehört haben `Girls and Boys´ - und nun ein Blick auf die Uhr … tja, es ist inzwischen siebzehn Uhr und zwanzig Minuten geworden, zwanzig Minuten nach siebzehn Uhr, und nun wollen wir noch etwas von Silly Gilly hören. Und zwar haben wir von denen ein „Interview“, wie man so schön sagt. Und das alles werden wir noch heute zu hören bekommen. Aber zuerst machen wir weiter mit … Musik…“

( Haas/Frigge/Zimmer 1991, 591).

 

Als besonders herausragende Moderatoren galten Thomas Gottschalk und Günter Jauch. Und selbst Jauch betont in einem Gespräch, er habe zu Beginn seiner Radiolaufbahn alles aufgeschrieben und erst mit der Zeit auf Stichwortzettel umgeschwenkt. Diese Moderatoren galten als ungezwungen. Ein Beispiel ist folgende Moderation von Thomas Gottschalk:

Beispiel 7:

[Musik] „… Da zieht sie hin die Karawane. Das war‘s ja schon wieder fast für heute. Sie glauben ja gar nicht wie schnell ein Jahr Erholung im Eimer ist - drei Stunden im Büro und eine Stunde hier am Mikrophon – schon ist die Erholung wieder weg – Es wird nämlich gerade gegenüber von der Post da gebaut … und da haun die gerade so-s-so komische Stelzen in‘ Boden. Ma hat immer die Wahl ob man sich die Socken festhält oder den Schreibtisch weil entweder die Socken rutschen oder der Schreibtisch hüpft weg, das vibriert alles, sag´ ich ihnen. Also, deswegen die leichte Gehirnerschütterung die sich in den nächsten Tagen vielleicht noch etwas verschärfen wird – bitte ich jetzt schon zu entschuldigen [Atempause] Jå das wär etwas Musikalisches von U. [Musik]

(Bayern3, „Thommys Radioshow“, Mitte der Achtziger)

 

Dieser Zwischenmoderationen ( Beispiel 5 und 6) dauert relativ lange im Vergleich zu den anderen Beispielen. Durch die Reizüberflutung, erklärt Dorner, die heute stärker ist als früher, verkürzten sich die Moderationen. Auch die Anzahl der Wörter pro Satz, die eine optimale Verständlichkeit versprechen, ist auf 13 gesunken.

An dieser Stelle möchte ich kurz auf die Verständlichkeit von Sätzen eingehen. Zur besseren Hörverständlichkeit gibt es Forderungen die sich etwa darauf versteifen, dass die Gewichtung einer Aussage auf Hauptsätze fällt. Nebensätze sollen vermieden werden. Für die Anzahl der Wörter in einem Satz gibt es genauso Richtlinien, wie für ihre Anordnung. Wolf Schneider behauptet: „Kürze ist kein zulängliches Kriterium, oft sogar ein faules Alibi.“ Die Verständlichkeit einer Aussage ergibt sich nicht aus ihrer Länge oder dadurch, dass sie in Hauptsätzen vermittelt wird, sondern durch ihre Transparenz. Ein Satz muss „… durchsichtig, übersichtlich in der Folge der Wörter und der Gedanken …“ sein. Die optimale Verständlichkeit wird erreicht, dass man das Verb vor das Subjekt gezogen wird.

Schopenhauers Zitat passt an dieser Stelle gut: „Was ein Mensch zu denken vermag, läßt sich allemal in klaren, faßlichen und unzweideutigen Worten ausdrücken…“

Die Technik, mit der Moderatoren unweigerlich zu tun haben, brachte vor allem für die Sendungsvorbereitung Erleichterungen. So musste, bevor ein Computer Vorlaufzeiten von Musiktitel ausgerechnet hat, den sprachlosen Teil eines Musiktitels mit der Hand stoppen und damit den Techniker bemühen, der zum richtigen Zeitpunkt mit der Musik einsetzten konnte.

Radio ist nur durch die Moderation außergewöhnlich, die Musik kann sich jeder kaufen. D.h. durch die Form der Unterhaltung, die geboten wird. Unterhaltung sei nicht definierbar: Gefühle müssen ausgelöst werden, postuliert Dorner. Die emotional Anforderungen an die Sprache der Radiosprecher haben sich kaum geändert. „In der Gefühlswelt unterscheiden wir uns nicht sehr von Adam und Eva“, sagt der ehemalige Ö3-Moderator, „nur die Form hat sich verändert.“

Die Anfänge der Aussprachetheorie liegen bei Siebs , der 1931 sein Werk „Rundfunkaussprache“ als Manuskript drucken hat lassen. Zu dieser Zeit fordert der Autor noch, dass sich „… Rundfunksprecher … an die Erfordernisse der Hochsprache anschließen müssen.“ Dreißig Jahre später war die Forderung „eine gemäßigte Hochlautung“.( Wachtel 2002, 32; nach Siebs , 19. Auflage, 1969) Vor rund zehn Jahren meint Krech : „Logisch wäre, auch für die Rundfunksprecher die Realisierung der Standardaussprache … zu fordern, zumal … ihre Sprechweise insbesondere auf die Ausprägung von Erwartungshaltungen bei der Bevölkerung“ wirke. Zu Beginn der 90er kommt es vor allem auf richtige Aussprache und „lautgerechtes (phonetisches) Hören an.“ ( Wachtel 2002, 33)

 

Schlussbetrachtungen

Das Thema Sprache in Unterhaltunssendungen im Hörfunk ist derart komplex und umfassend, dass es (a) Experten und (b) viel Zeit bedarf um eine umfassende Untersuchung durchzuführen. Eine historische Untersuchung potenziert diese Faktoren. Wie eingangs erwähnt ist Sprache eine menschliche Handlungsform (und jede menschliche Akt lässt sich mit Sprache darstellen). Sie geschieht in Situationen und ist abhängig von Situationen (ob real oder fiktiv). Eine historische Betrachtung dieses Gebietes kann sich nicht ausschließlich auf den Sprechausdruck einzelner Moderatoren konzentrieren, sondern muss sich im Umfeld der Akteure umsehen. Da die Tätigkeit der Moderatoren an eine soziale und technische Umgebung (zumindest der Sender) gebunden ist, muss eine geschichtliche Untersuchung, wenn sie mögliche Tendenzen begründen will, auch in diesen Aspekt mit einnehmen. Was bedeutet, dass der Sprachwandel in eine diachronische Betrachtung einbezogen werden muss respektive ist der Sprachwandel ein Gegenstand einer solchen Untersuchung. Radio ist ein Bauch-Medium, wie Haas/Frigge/Zimmer 1991 fest stellten. Emotion steht für die Moderatoren im Vordergrund. Der Gegenstand ist deshalb ein Teil der Psycholinguistik.

In diese Arbeit sind lediglich einige Aspekte der Moderationstätigkeit und wenige historische Anhaltspunkte, die in der Literatur auffindbar waren, eingeflossen. Schriftstücke, die sich mit dem Thema Sprache und Moderation beschäftigen sind zahllos. Werke, die sich in dem historischen Ausmaß mit dem Gegenstand befassen, konnten nicht gefunden werden. Die meisten Werke beschäftigen sich mit Teilaspekten der Sprache im Medium Radio. Viele davon sind lediglich Ratgeber, deren Autoren sich oft selbst feiern, deren Inhalte sich meist einen aktuellen Stand beziehen, diesen kritisieren. Um eine Geschichte zu formen, einen Ablauf zu finden müssten Ratgeber über den zu untersuchenden Zeitraum einer Analyse unterzogen werden. Für eine solche Mission fehlte mir die Zeit zur Recherche sowie zur Analyse. Außerdem müsse eine solche Literatur sprachwissenschaftlich betrachtet werden. Das hierfür notwendige Wissen besitze ich als jemand, der erst mit diesem Thema sprachwissenschaftliche Auseinandersetzungen führt, nicht. So muss dieses Thema Experten in die Hände gelegt werden.

Ein weiteres Problem, eine solche Untersuchung anzustellen ergibt sich aus dem vorhanden Material. Hörfunksendungen mit Moderationen wurden und werden zwar von den Instituten mitgeschnitten, aber kaum archiviert. Zum größten Teil ist man auf Privatpersonen angewiesen, zum Teil auf Moderatoren, die ihre Air-Checks aufbehalten haben. Diese Privatarchive müssen zuerst einmal gesichtet werden und selbst dann ist eine Flächendeckende (diachronische) Untersuchung fraglich.

Eine Arbeit dieses Ausmaßes wäre zudem einer Doktorarbeit und keiner Abschlussarbeit für einen Lehrgang an einer Universität zumutbar (ohne hier eine wertende Rolle einzunehmen).